True-Schnabelwal

Mesoplodon mirus
Synonyme: 
  • True-Schnabelwal
  • True-Wal
  • True-Zweizahnwal
Höchstlänge: 
  • Männchen: 5,30 m
  • Weibchen: 5,40 m
  • Geburtsgröße: 2,00 - 2,50 m
Höchstgewicht: 
  • Weibchen: 1.400 kg
Nahrung: 
  • Kalmare
  • Vermutlich auch einige fische
Weltbestand, geschätzt: 
Unbekannt
IUCN-Kategorie: 
DD
CITES-Anhänge: 
II
CMS-Anhänge: 
Nicht gelistet
Taxonomie: 

Der True-Schnabelwal lebt in zwei völligen getrennten Gebieten und möglicherweise werden seine Populationen bald als Unterarten oder gar als eigene Arten anerkannt werden. Die Identifikation der Art auf hoher See ist äußerst schwierig und im nördlichen Teil seines Verbreitungsgebietes ist es praktisch unmöglich, den True-Schnabelwal vom Gervais-Zweizahnwal zu unterscheiden, wenn man nicht den Kopf eines Männchens deutlich zu sehen bekommt.

Morphologie: 

Wie bei anderen Schnabelwalen können die beiden kleinen Zähne an der Spitze des Unterkiefers, die beim Männchen auch bei geschlossenem Mund sichtbar bleiben, zur Artidentifikation herangezogen werden. Ein weiteres Merkmal, das der True-Schnabelwal mit anderen Vertretern der Familie teilt, sind die so genannten „Flossentaschen” - eine flache Eintiefung hinter der Ansatzstelle der Brustflossen. Die „Flossentaschen” wurden an gestrandeten Tieren entdeckt und man nimmt an, dass sie dem Körper eine noch bessere Stromlinienform bei tiefen Tauchgängen verleihen sollen. True-Schnabelwale haben einen blaugrauen Körper mit weißen Kratzern und Narben auf Rücken und Flanken. Die südhemisphärischen True-Schnabelwale haben einen helleren Rücken und Schwanzansatz, wodurch sie leichter identifizierbar sind.

Verhalten: 

Es gibt erst eine Handvoll Beobachtungen von True-Schnabelwalen in ihrem Lebensraum und entsprechend wenig ist über ihr Verhalten bekannt. Die Berichte sprechen von wiederholtem Springen und von der Tendenz, mit dem Schnabel voran aufzutauchen. Die Kratzer und Narben der wenigen gestrandeten Exemplare lassen Kämpfe zwischen den Männchen vermuten.

Verbreitung: 

Der True-Schnabelwal scheint kältere Gewässer der gemäßigten Zonen zu bevorzugen. Zumindest ereigneten sich die meisten Strandungen im westlichen Nordatlantik (Ostküste der USA), aber manche auch von der Westküste Irlands südwärts bis zu den Kanaren. Auf der Südhalbkugel gibt es Belege aus Südafrika, Australien und Brasilien. Eine kommerzielle Bejagung des True-Schnabelwals ist nicht bekannt, aber der Beifang scheint eine Gefahr darzustellen. Es liegen Berichte vor, wonach True-Schnabelwale in Kiemennetzen vor der Ostküste der USA gefangen wurden. Auch die Lärmverschmutzung und der Klimawandel sind mögliche Gefahren für diese Art. Es gibt keine Bestandsschätzungen und die IUCN führt den True-Schnabelwal in der Kategorie „ungenügende Datengrundlage”.

Verbreitungskarte: