Südlicher Schnabelwal

Berardius arnuxii
Synonyme: 
  • Südlicher Schnabelwal
Höchstlänge: 
  • Männchen: 9,30 m
  • Weibchen: 9,75 m
  • Geburtsgröße: 4,00 m
Höchstgewicht: 
  • Unbekannt
Nahrung: 
  • Benthische und pelagische Fische
  • Kalmare
Weltbestand, geschätzt: 
Unbekannt
IUCN-Kategorie: 
DD
CITES-Anhänge: 
I
CMS-Anhänge: 
Nicht gelistet
Taxonomie: 

Über den Südlichen Schnabelwal ist sehr wenig bekannt. Er dürfte eine maximale Körperlänge von bis zu 9,75 Metern erreichen. Die Art ähnelt stark dem Baird-Schnabelwal, der allerdings auf der Nordhemisphäre lebt.

Morphologie: 

Der ausgeprägte Schnabel des Südlichen Schnabelwals erinnert an den eines Delfins und weist als Besonderheit zwei Paar Vorderzähne an der Spitze des Unterkiefers auf. Sowohl beim Männchen als auch beim Weibchen bleibt das vordere Zahnpaar bei geschlossenem Maul sichtbar. Der kleine Kopf hat eine steile Stirn und eine knollige Melone. Die große Zahl an weißen Kratzern und Narben auf dem dunklen, spindelförmigen Körper deutet auf Kämpfe zwischen den Männchen hin. Mitunter, wenn ihr Körper dicht mit mikroskopischen Kieselalgen bewachsen ist, haben die Wale ein bräunliches oder sogar oranges Aussehen. Der Südliche Schnabelwal hat kleine Brustflossen mit gerundeten Spitzen. Seine Rückenflosse liegt recht weit hinten, sie ist klein und leicht gebogen.

Verhalten: 

Vor einem tiefen Tauchgang, der bis zu eine Stunde lang dauern kann, zeigen Südliche Schnabelwale manchmal ihre Fluke. Ihr Blas ist flach und buschig. Zwar wurden schon einzelne Tiere auf hoher See gesichtet, aber meist sind Südliche Schnabelwale in Gruppen von 6 bis 10 Tieren anzutreffen. Gelegentlich wurden auch schon größere Gruppen von bis zu 80 Walen beobachtet. In der Regel schwimmen sie langsam, wenn sie sich an der Oberfläche aufhalten, und meiden die Nähe des Menschen.

Verbreitung: 

Südliche Schnabelwale leben ausschließlich auf der Südhemisphäre. Möglicherweise kommt es zu saisonalen Wanderungen zwischen den antarktischen Tiefengewässern und dem Bereich des Kontinentalsockels. Südwärts wurden sie bis zum Rossmeer nachgewiesen. Die meisten Strandungen ereigneten sich in Neuseeland, die meisten Sichtungsdaten stammen von der Tasmansee und dem Bereich um die Albatross-Cordillera im Südpazifik. Südliche Schnabelwale scheinen sich bevorzugt dort aufzuhalten, wo sie an Steilabbrüchen, Unterwassergebirgen oder anderen stark abschüssigen Hängen in Tiefengewässer abtauchen können. An das Leben in eisbedeckten Meeren sind sie offenbar gut angepasst, sie stoßen sogar in Packeisregionen vor und verbringen den Sommer nahe der Eisgrenze. Der Klimawandel könnte für diese Art eine Bedrohung darstellen. Über den Weltbestand des Südlichen Schnabelwals existieren keine Schätzungen. Es gab keine erhebliche kommerzielle Bejagung, allerdings wurden einige Tiere für wissenschaftliche Untersuchungen erlegt. Von der IUCN wird die Art in der Kategorie „ungenügende Datengrundlage” geführt.

Verbreitungskarte: