Shepherd-Wal

Tasmacetus shepherdi
Synonyme: 
  • Tasmanischer Schnabelwal,
  • Shepherd-Wal
Höchstlänge: 
  • Männchen: 7,10 m
  • Weibchen: 6,60 m
  • Geburtsgröße: 3,00 m
Höchstgewicht: 
  • unbekannt
Nahrung: 
  • Fische (vor allem Aalmuttern)
  • Kalmare
  • Krabben
Weltbestand, geschätzt: 
Unbekannt
IUCN-Kategorie: 
DD
CITES-Anhänge: 
II
CMS-Anhänge: 
Nicht gelistet
Taxonomie: 

Wie viele andere Schnabelwale wurde auch der Shepherd-Wal nur selten in freier Natur gesehen. Es gibt erst vier bestätigte Sichtungen, sodass wir den Großteil unserer Informationen über diese Art aus gestrandeten Tieren beziehen. Der Shepherd-Wal ist einer der größten Schnabelwale.

Morphologie: 

Der Shepherd-Wal ist von relativ schlanker, spindelförmiger Gestalt. Er hat eine kleine und sichelförmige, schmal zugespitzte Rückenflosse, die weit hinten am Körper sitzt. Die Brustflossen sind klein, dunkel und schmal. Die Melone ist steil und gerundet, aber schmal. Bei älteren Tieren ist sie stärker ausgeprägt. Der Shepherd-Wal hat einen vorstehenden Schnabel, eine gerade Mundlinie und - so wie alle Schnabelwale - Kehlfurchen. Die dunkelgraue bis olivbraune Rückenfärbung zieht sich auch die Seiten hinab. Oberhalb der Brustflossen befindet sich ein hellerer Bereich, der vorne von einem dunklen Schulterstreifen und hinten von den dunklen Flanken eingefasst ist. Zwischen Rücken- und Schwanzflosse ist die Oberseite bräunlich und auch die Schwanzflosse ist braun. Kehle und Bauch sind cremeweiß und auch die Melone trägt einen weißlichen Fleck. Der Shepherd-Wal ist der einzige Schnabelwal, der in beiden Kieferhälften eine Garnitur funktionsfähiger Zähne trägt. Zusätzlich haben ausgewachsene Männchen ein größeres Paar Hauer an der Spitze des Unterkiefers. Aus der Distanz kann man den Shepherd-Wal mit den anderen Schnabelwalen verwechseln. Sonst sollten die charakteristische Flankenzeichnung, die steilere Melone und der zugespitzte Schnabel die korrekte Bestimmung ermöglichen.

Verhalten: 

Über das Verhalten des Shepherd-Wals wissen wir fast nichts. Den Analysen der Mageninhalte zufolge ernährt er sich nicht wie alle anderen Schnabelwale fast ausschließlich von Kalmaren und anderen Kopffüßern, sondern in höherem Maße von Fischen. Dies erklärt auch, warum er eine vollständige Garnitur funktionsfähiger Zähne besitzt. Wie die anderen Schnabelwale bevorzugt der Shepherd-Wal wahrscheinlich tiefe, küstenferne Gewässer.

Verbreitung: 

Als Verbreitungsgebiet dieser Art vermutet man ein zirkumpolares Band in den kalttemperaten Gewässern der Südhalbkugel zwischen 33 und 50°S. Zu den Gefährdungsfaktoren für den Shepherd-Wal zählen Lärmverschmutzung und der Klimawandel. Er könnte auch Müll verschlucken, z.B. Plastikbeutel, die seinen Verdauungstrakt verstopfen und so zum Tod führen. Es liegen keine Bestandsschätzungen vor, die IUCN führt die Art in der Kategorie „ungenügende Datengrundlage”.

Verbreitungskarte: