Omurawal

Balaenoptera omurai
Synonyme: 
  • -
Höchstlänge: 
  • Männchen: 12 m
  • Weibchen: 12 m
  • Geburtsgröße: unbekannt
Höchstgewicht: 
  • Weibchen: 20.000 kg
  • Männchen: unbekannt
  • Geburtsgewicht: unbekannt
Nahrung: 
  • schulendbildende Fische
Weltbestand, geschätzt: 
Unbekannt
IUCN-Kategorie: 
DD
CITES-Anhänge: 
II
CMS-Anhänge: 
II
Taxonomie: 

Erst vor wenigen Jahren wurde der Omurawal als eigene Art eingestuft und beschrieben. Vor 2003 hielt man ihn fälschlicherweise für eine Zwergform des Brydewals. Da bis heute erst etwa ein Dutzend Individuen mittels genetischer Tests als Omurawale bestätigt werden konnten, sind die verfügbaren Informationen über diese Art in jeder Hinsicht sehr beschränkt.

Morphologie: 

Durch seine schlanke Körperform unterscheidet sich der Omurawal von einigen anderen Bartenwalen. Er ist kleiner als Bryde-, Sei- und Finnwal und im Mittel auch kleiner als der Zwergwal. In der Färbung ähnelt er dem Finnwal, bis hin zur asymmetrischen Zeichnung des Unterkiefers: rechts weiß, links dunkel. Wie der Seiwal hat der Omurawal eine einzelne Kopfleiste, allerdings können auch zusätzliche Leisten ausgebildet sein. Die 80 bis 90 Kehlfurchen ziehen sich bis hinter den Nabel. Die Rückenflosse wird als hoch und sichelförmig beschrieben, sie sitzt etwa am Beginn des hinteren Körperdrittels. Die Brustflossen sind recht lang und zugespitzt, die breite Schwanzflosse ist nur undeutlich gekerbt und hat eine gerade Hinterkante. Da das Aussehen des Omurawals bisher erst unzureichend beschrieben wurde, ist es sehr leicht, ihn mit anderen kleinen bis mittelgroßen Bartenwalen zu verwechseln.

Verhalten: 

So gut wie nichts ist über das Verhalten des Omurawals bekannt. Bei den wenigen bestätigten Sichtungen wurden die Tiere einzeln oder paarweise angetroffen. Aus den Kehlfurchen lässt sich ableiten, dass Omurawale wie andere Bartenwale auf einmal große Mengen an Wasser aufnehmen, aus dem sie dann ihre Nahrungstiere herausfiltern. Möglicherweise ernähren sie sich vorwiegend von schulenbildenden Fischen.

Verbreitung: 

Wir wissen noch nicht, wo genau sich das Verbreitungsgebiet des Omurawals befindet. Vermutlich ist die Art auf die subtropischen Gewässer des Westpazifiks und des östlichen Indischen Ozeans beschränkt. Dazu zählen die küstennahen Gewässer in der Salomonensee sowie rund um die Philippinen, Indonesien und Südjapan. In den letzten Jahren wurden Omurawale sowohl im Rahmen des „wissenschaftlichen” Walfangs Japans als auch im Zuge des Küstenwalfangs auf den Philippinen gejagt. Zu den weiteren anthropogenen Gefährdungsfaktoren zählen Lebensraumveränderungen, Beifang und Lärm. Es gibt keine Zahlen über den Weltbestand an Omurawalen, die IUCN listet die Art in der Kategorie „ungenügende Datengrundlage”.