Kleinstpottwal

Kogia sima
Synonyme: 
  • Kleiner Pottwal
  • Kleiner Zwergpottwal
  • Kleinstpottwal
Höchstlänge: 
  • Männchen: 2,50 m
  • Weibchen: 2,70 m
  • Geburtsgröße: 1,00 m
Höchstgewicht: 
  • Männchen: 272 kg
Nahrung: 
  • Tiefsee-Kalmare
  • Krustentiere
  • Fische
Weltbestand, geschätzt: 
Unbekannt
IUCN-Kategorie: 
DD
CITES-Anhänge: 
II
CMS-Anhänge: 
Nicht gelistet
Taxonomie: 

Der Kleinstpottwal ist ein sehr kleiner Wal - sogar manche Delfine sind größer als er. Neuere genetische Untersuchungen deuten darauf hin, dass es tatsächlich zwei getrennte Arten von Kleinstpottwalen gibt: eine im Atlantik und eine im Indopazifik. Kleinstpottwale schauen den Zwergpottwalen sehr ähnlich, äußerlich sind sie im Freiland nicht zu unterscheiden. Wenn der Kleinstpottwal gestört wird, entlässt er vor dem Abtauchen eine Wolke rotbrauner Eingeweideflüssigkeit. Dies könnte eine nervöse Reaktion sein, oder vielleicht ein Abwehrmechanismus, indem es ähnlich wie Tintenfischtinte als Ablenkköder wirkt.

Morphologie: 

Im Vergleich zum Zwergpottwal hat der Kleinstpottwal eine etwas zugespitztere Schnauze, wodurch sein Kopf konischer wirkt. Er ist auch kleiner und hat einen flacheren Rücken Das einzelne Atemloch sitzt ein wenig links von der Mitte. Die Hautfarbe ist oberseits dunkelblau bis olivbraun, bauchseitig heller, manchmal mit rosa Tönung. Oberhalb des Auges befindet sich ein weißlicher Kreis. Wegen seines kleinen, zurückgesetzten Unterkiefers und seiner falschen Kiemen wird der Kleinstpottwal mitunter für einen Hai gehalten. Seine Rückenflosse ist größer und zugespitzter als jene des Zwergpottwals und ähnelt jener des Großen Tümmlers. Die Zähne des Kleinstpottwals - 14 bis 26 im Unterkiefer und oft sechs im Oberkiefer - sind lang, gebogen und äußerst scharf.

Verhalten: 

Kleinstpottwale sind langsame, bedächtige Schwimmer und lassen sich auch einmal bewegungslos an der Wasseroberfläche treiben. Ebenso wie die Zwergpottwale tauchen sie sehr langsam auf und ihr Abtauchen gleicht eher einem Sich-fallen-lassen. Kleinstpottwale scheinen sich Schiffen nicht selbst anzunähern, aber wenn sie an der Oberfläche sonnenbaden, lassen sie manchmal eine Annäherung zu. Manche Beobachter meinen, dass sie beim Ruhen an der Oberfläche tiefer im Wasser liegen als die Zwergpottwale. Die Gruppengröße liegt meist unter 10 Tieren.

Verbreitung: 

Ähnlich dem Zwergpottwal scheint der Kleinstpottwal in den tropischen und gemäßigten Zonen aller Ozeane verbreitet zu sein. Sie bevorzugen große Wassertiefen und scheinen vermehrt beim Abbruch eines Kontinentalsockels vorzukommen. Gerne halten sie sich auch in den wärmeren Gewässern vor der Südspitze Afrikas und im Golf von Kalifornien auf, wo sie manchmal auch in Küstennähe beobachtet werden. Zu den Gefahren für diese Art zählen Umweltveränderungen, Müll und anthropogener Lärm.  Die unscheinbare Art des Kleinstpottwals macht es schwierig, Bestände zu schätzen, somit ist der Weltbestand unbekannt. Daher befindet sich die Art in der IUCN-Kategorie „ungenügende Datengrundlage”.

Verbreitungskarte: