Japanischer Schnabelwal

Mesoplodon ginkgodens
Synonyme: 
  • Japanischer Schnabelwal
Höchstlänge: 
  • Männchen: 5,30 m
  • Weibchen: 5,30 m
  • Geburtsgröße: 2,00 - 2,50 m
Höchstgewicht: 
  • Weibchen: 1.840 kg
Nahrung: 
  • Kalmare
  • Fische
Weltbestand, geschätzt: 
Unbekannt
IUCN-Kategorie: 
DD
CITES-Anhänge: 
II
CMS-Anhänge: 
Nicht gelistet
Taxonomie: 

Ihren wissenschaftlichen Namen ginkgodens (Ginkgo-Zahn) trägt diese Schnabelwalart, weil die Zähne des Männchens den Blättern des in Japan häufigen Ginkgo-Baumes ähneln. Diese Art wurde vorwiegend in Japan gefunden und auch von japanischen Wissenschaftlern benannt.

Morphologie: 

Der Japanische Schnabelwal hat eine sanft ansteigende Stirn und einen langen Schnabel. Der schmale Oberkiefer ist deutlich zugespitzt und der Unterkiefer ist stark gewölbt. Etwa in der Mitte des Unterkiefers tragen die Männchen ein einzelnes Paar Zähne. Diese sind zum Großteil von Hauptlappen bedeckt, nur die Spitze ist sichtbar. Anders als bei etlichen anderen Schnabelwalarten ragen die Zähne nicht über den Oberkiefer empor. Der Japanische Schnabelwal hat einen kräftigen Körper, der im Vergleich zu anderen Schnabelwalen weniger Narben aufweist. Das könnte bedeuten, dass Kämpfe zwischen Männchen seltener sind, oder es liegt einfach an den nicht herausragenden Zähnen. Die Körperfarbe dieser Art ist schwer zu ermitteln, da sich die Tiere leider sofort nach ihrem Tod schwarz färben. Man nimmt an, dass die Männchen dunkel blauschwarz gefärbt sind und im Bauchbereich weiße Punkte und Flecken tragen, während die Weibchen grau sind und hellere Bäuche haben als die Männchen. Die Brustflossen sind klein, schmal und zugespitzt. Kleine weiße Flecken auf Rücken, Seiten und Schwanzansatz von Männchen dürften eher auf Verletzungen zurückzuführen sein (z.B. durch Zigarrenhaie) als auf Pigmente.

Verhalten: 

Es gibt keine einzige bestätigte Beobachtung lebender Japanischer Schnabelwale, dementsprechend wissen wir nichts über ihr Verhalten.

Verbreitung: 

Die wenigen Daten, die über Strandungen dieser Art vorliegen, lassen vermuten, dass der Japanische Schnabelwal in den warmtemperaten und tropischen Gewässern des Indischen und des Pazifischen Ozeans weit verbreitet sind, wobei der Großteil der Meldungen aus Japan stammt. Weitere Meldungen von gezielt oder als Beifang getöteten Tieren deuten darauf hin, dass die Art in Meeresregionen mit großen Wassertiefen lebt. Wie auch bei anderen Schnabelwalarten dürften zu den Gefährdungsfaktoren Lärmverschmutzung, Müll, Ertrinken in Fischernetzen und der Klimawandel zählen. Es gibt keine Bestandsschätzung, die Einstufung durch die IUCN lautet daher „ungenügende Datengrundlage”.

Verbreitungskarte: