Hubbs-Schnabelwal

Mesoplodon carlhubbsi
Synonyme: 
  • Hubbs-Schnabelwal
Höchstlänge: 
  • Männchen: 5,40 m
  • Weibchen: 5,40 m
  • Geburtsgröße: 2,50 m
Höchstgewicht: 
  • Weibchen: 1.500 kg
Nahrung: 
  • Kalmare
  • Fische
Weltbestand, geschätzt: 
Unbekannt
IUCN-Kategorie: 
DD
CITES-Anhänge: 
II
CMS-Anhänge: 
Nicht gelistet
Taxonomie: 

Diese Art wurde vom Fischkundler Carl Hubbs entdeckt, der sie zunächst für den Andrew-Schnabelwal hielt. Später wurden diese beiden Arten zeitweise als Unterarten zur Art Mesoplodon bowdoini zusammengefasst. Neuere genetische und morphologische Studien bestätigen aber, dass es sich um zwei getrennte Arten handelt. Wie auch bei anderen Schnabelwal-Arten ist unser Wissen über den Hubbs-Schnabelwal sehr gering.

Morphologie: 

Der männliche Hubbs-Schnabelwal ist einer der wenigen Schnabelwale, die auch auf See identifiziert werden können. Er hat drei sehr kennzeichnende Merkmale: eine erhabene weiße Stirn („Mütze”); einen klobigen, weißen, in die Länge gezogenen Schnabel; und einen stark gewölbten Unterkiefer mit zwei großen Hauern in der Mitte, die auch bei geschlossenem Mund deutlich sichtbar sind. Die dunkelgraue bis schwarze Haut der Männchen ist von langen, weißen Kratzern überzogen. Weibchen haben einen längeren Schnabel, einen weniger stark gewölbten Unterkiefer, aus dem die Zähne nicht durchbrechen, und keine weiße Stirn. Sowohl Weibchen als auch Halbwüchsige sind mittelgrau mit hellgrauen Unterseiten. Der Hubbs-Schnabelwal hat so wie viele andere Schnabelwale einen rundlichen, spindelförmigen Körper. Die Brustflossen und die Rückenflosse sind relativ klein.

Verhalten: 

Die meisten Informationen über den Hubbs-Schnabelwal wurden aus gestrandeten Tieren gewonnen. Es gibt nur wenige bestätigte Sichtungen lebender Hubbs-Schnabelwale, so dass wir über ihr Verhalten kaum etwas wissen. Die Narben der Männchen dürften von Kämpfen untereinander stammen, vielleicht von Auseinandersetzungen um Weibchen. Wie andere Schnabelwale auch bevorzugen sie vermutlich tiefe Gewässer.

Verbreitung: 

Nachweise von Hubbs-Schnabelwalen liegen aus dem Nordostpazifik von British Columbia bis Kalifornien vor, sowie aus dem Nordwestpazifik vor Japan. Ihr Verbreitungsgebiet könnte den gesamten Nordpazifik umfassen, aber aufgrund fehlender Daten ist das nur eine Vermutung. Der Hubbs-Schnabelwal ist vermutlich durch Beifang, durch Umweltveränderungen und - wie andere Schnabelwale - durch Lärmverschmutzung bedroht. Gelegentlich wurde die Art von japanischen Walfängern gejagt. Da der Weltbestand des Hubbs-Schnabelwals unbekannt ist, wird die Art von der IUCN in der Kategorie „ungenügende Datengrundlage” geführt.

Verbreitungskarte: