Gray-Schnabelwal

Mesoplodon grayi
Synonyme: 
  • Gray-Schnabelwal
  • Camperdown-Wal
Höchstlänge: 
  • Männchen: 5,70 m
  • Weibchen: 5,30 m
  • Geburtsgröße: 2,10 - 2,20 m
Höchstgewicht: 
  • Männchen: 1.100 kg
Nahrung: 
  • Kalmare
Weltbestand, geschätzt: 
Unbekannt
IUCN-Kategorie: 
DD
CITES-Anhänge: 
II
CMS-Anhänge: 
Nicht gelistet
Taxonomie: 

Im Vergleich zu anderen Schnabelwalen ist unser Kenntnisstand über den Gray-Schnabelwal etwas besser. Es liegen nicht nur Informationen über gestrandete Tiere vor, sondern es wurden auch mehrmals wildlebende Einzeltiere oder kleine Gruppen beobachtet.

Morphologie: 

Der Gray-Schnabelwal ist mit seinem langen, schmalen, weißen Schnabel und der geraden Mundlinie einer der am leichtesten erkennbaren Schnabelwale. Sein Profil ist ähnlich dem des Rauhzahndelfins. Männliche Tiere tragen zwei kleine Zähne hinter der Spitze des Schnabels, die auch bei geschlossenem Mund sichtbar sind. Sowohl Männchen wie auch Weibchen haben hinter den Hauptzähnen eine Reihe kleiner Zähne im Oberkiefer. Gray-Schnabelwale haben einen kräftigen, spindelförmigen Körper mit kleinem Kopf und flacher, weißer Stirn. Ihre Hautfarbe ist oberseits blaugrau, braungrau oder schwarz, die Bauchseite ist hellgrau mit weißen oder gelblichen Flecken, die auch an den Seiten vorkommen können. Narben und Kratzer deuten auf Kämpfe der Männchen um Paarungspartner hin.

Verhalten: 

Gray-Schnabelwale scheinen an der Oberfläche ein höheres Maß an Aktivität zu zeigen als andere Schnabelwale, so wurden z.B. Sprünge in spitzen Winkeln beobachtet. Beim schnellen Schwimmen machen sie flache, bogenförmige Sprünge und beim Auftauchen stecken sie typischerweise als erstes ihren weißen Schnabel aus dem Wasser. Sie wurden einzeln, paarweise und in kleinen Gruppen beobachtet. Es dürfte aber auch größere Verbände geben, denn im Jahre 1874 kam es auf den Chatham-Inseln östlich Neuseelands zu einer Massenstrandung von 28 Tieren.

Verbreitung: 

Gray-Schnabelwale scheinen Gebiete der südlichen Hemisphäre südlich des 30. Breitengrades zu bevorzugen. Am häufigsten wurden die Tiere in südlichen Indischen Ozean gesichtet, aber der Großteil der Daten über diese Art stammt von Strandungen in Neuseeland. Eine bedeutende Zahl an Sichtungen gelang bei Tiefwasserbereichen südlich von Madagaskar. Nur eine einzige Beobachtung gibt es hingegen von der Nordhalbkugel - 1927 strandete ein Tier an der niederländischen Nordseeküste. Gray-Schnabelwale wurden nie gezielt gejagt und auch nicht ertrunken in Fischernetzen gefunden. Wie andere Schnabelwale auch könnte sie aber von Klimawandel und Lärmverschmutzung bedroht sein. Es gibt keine Schätzung des Weltbestandes des Gray-Schnabelwals. Die IUCN führt diese Art in der Kategorie „ungenügende Datengrundlage”.

Verbreitungskarte: