Clymene-Delfin

Stenella clymene
Synonyme: 
  • Clymene-Delfin
Höchstlänge: 
  • Männchen: 1,97 m
  • Weibchen: 1,90 m
  • Geburtsgröße: 1,20 m
Höchstgewicht: 
  • Männchen: 80 kg
Nahrung: 
  • Fische (Laternenfische)
  • Kalmare
Weltbestand, geschätzt: 
Unbekannt
IUCN-Kategorie: 
DD
CITES-Anhänge: 
II
CMS-Anhänge: 
II (westafrikanische Population)
Taxonomie: 

Der Clymene-Delfine wurde erst spät als eigene Art erkannt. Bis 1981 hielt man ihn für eine Variante des Ostpazifischen Delfins, aber Schädeluntersuchungen zeigten Unterschiede, die eine Abtrennung als eigene Art erforderlich machten. Die beiden Arten sind leicht zu verwechseln, aber die Beobachtung des Verhaltens und charakteristische Gesichtszeichnungen ermöglichen die richtige Identifikation.

Morphologie: 

Wenig überraschend teilt der Clymene-Delfin viele Merkmale mit dem Ostpazifischen Delfin. Er ist aber etwas kräftiger gebaut und sein Schnabel ist ein wenig kürzer als der seines nahen Verwandten. Die Rückenflosse ist dreieckig bis leicht sichelförmig, die Brustflossen sind schlank und stark zugespitzt. Auch die Fluke ist zugespitzt, ihre Hinterkante ist konkav und in der Mitte ist sie charakteristisch eingekerbt. Das besondere dreifärbige Muster der Clymene-Delfine besteht aus einem dunkelgrauen Cape, das sich S-förmig nach unten zieht, blassgrauen Seiten sowie einem manchmal rosa getönten Weiß auf Kinn und Bauch. Der mittellange Schnabel zeigt schwarze „Lippen”, eine schwarze Spitze und einen schwarzen Streifen entlang der Oberseite. Weitere Streifen und Gesichtszeichnungen können dem Clymene-Delfin das Aussehen eines Schnurrbartträgers verleihen. Vom Auge zur Brustflosse zieht sich ein dunkelgrauer Streifen.

Verhalten: 

Der Clymene-Delfin ist neben dem Ostpazifischen Delfin die einzige Art, die aus dem Wasser springt und dann um ihre Längsachse wirbelt, allerdings mit einer geringeren Zahl an Drehungen. Clymene-Delfine reiten auch auf Bugwellen und schwimmen manchmal nahe an Boote heran. Man nimmt an, dass sie sich von Fischen, insbesondere Laternenfischen, und Kalmaren ernähren. Bei der Nahrungssuche vergesellschaften sie sich oft mit anderen kleinen Delfinen, wie dem Gemeinen und dem Ostpazifischen Delfin. Clymene-Delfine werden meist in Gruppen von weniger als 50 Tieren angetroffen, bevorzugen tiefes Wasser und halten sich im Allgemeinen von der Küste fern.

Verbreitung: 

Clymene-Delfine sind auf den tropischen und subtropischen Atlantik beschränkt. Diese Art zeigt eine ausgeprägte Präferenz für Warmwasser, wurde aber auch schon nordwärts bis New Jersey und südwärts bis Südbrasilien beobachtet. Die Verbreitung vor der westafrikanischen Küste ist ungeklärt, reicht aber mindestens vom Äquator bis Mauretanien. Die Hauptgefahr für die Clymene-Delfine ist die absichtliche und unbeabsichtigte Tötung durch Fischer: Sie werden in der Karibik und vor Westafrika mit Harpunen gejagt und verheddern sich in Fischernetzen. Die Häufigkeit dieser Art wurde nur für einen kleinen Teil des Verbreitungsgebietes geschätzt, der Weltbestand ist unbekannt. Für die IUCN (2008) gilt daher „Datengrundlage ungenügend”.

Verbreitungskarte: