Burmeister-Schweinswal

Phocoena spinipinnis
Synonyme: 
  • Burmeister-Schweinswal
Höchstlänge: 
  • Männchen: 2,00 m
  • Weibchen: 1,80 m
Höchstgewicht: 
  • Weibchen: 85 kg
Nahrung: 
  • Fische (Sardellen, Gadiformes)
  • Kalmare
  • Garnelen
Weltbestand, geschätzt: 
Unbekannt
IUCN-Kategorie: 
DD
CITES-Anhänge: 
II
CMS-Anhänge: 
II
Taxonomie: 

Über den Burmeister-Schweinswal ist wenig bekannt, denn er ist schwer zu sehen und nur bei sehr ruhiger See auszumachen. So wurden bisher nur wenige Sichtungen dokumentiert und nur sehr wenig Information gesammelt. Andererseits gab und gibt es vor Peru und Chile ein beträchtliches Maß an gezielter Jagd auf diese Art. Ihr Fleisch wird gegessen oder als Köder im Krabbenfang und in der Haijagd verwendet.

Morphologie: 

Die Körperform ist die eines typischen Schweinswals: robust gebaut, flache Stirn, kein Schnabel und ein einzelnes Atemloch. Die nach oben verlaufenden Mundwinkel erwecken den Anschein eines Lächelns. Burmeister-Schweinswale haben 20 bis 46 Zähne im Oberkiefer und 28 bis 46 im Unterkiefer. Die Körperfärbung ist dunkelgrau bis schwarz mit hellerem Bauch, dunklen Lippen und Augenflecken sowie Streifen zwischen Kinn und Brustflossen, wobei der Streifen auf der linken Seite meist breiter ist. Rückenflosse und Brustflossen sind klein und nach hinten gerichtet. Von allen anderen Schweinswalen unterscheidet sich der Burmeister-Schweinswal durch die Lage der Rückenflosse, die deutlich hinter der Rückenmitte ansetzt. An ihrer Vorderkante hat sie einige kreisförmige Höcker, die so genannten Tuberkel, die der Art ihren wissenschaftlichen Namen eingebracht haben. Je nach Gebiet kann man den Burmeister-Schweinswal mit verschiedenen anderen Arten verwechseln, etwa dem Chile-Delfin, dem La-Plata-Delfin oder dem Brillenschweinswal, aber die charakteristische Position der Rückenflosse sowie Färbungsmerkmale ermöglichen eine eindeutige Bestimmung.

Verhalten: 

Beim Auftauchen erzeugen Burmeister-Schweinswale kaum eine Kräuselung der Wasseroberfläche, sodass man sie leicht übersehen kann, wenn die See nicht sehr ruhig ist. Sie bewegen sich unstet, springen kaum und halten sich meist in kleinen Gruppen auf, die sich bei menschlicher Annäherung zerstreuen. Nicht selten schwimmen sie aber auch einzeln oder paarweise und manchmal bilden sie Gruppen von bis zu 10 Tieren, eventuell als Folge konzentrierten Nahrungsangebots. Man nimmt an, dass sie in der Nacht näher zur Küste schwimmen.

Verbreitung: 

Der Burmeister-Schweinswal kommt nur vor den Küsten Südamerikas vor: von Nordperu auf der Pazifikseite bis Südbrasilien auf der Atlantikseite. Im Pazifik dürften sie häufiger sein als im Atlantik und sie scheinen kaltes Flachwasser oder Flussmündungen zu bevorzugen. Es liegen nicht genügend Beobachtungen vor, um sagen zu können, ob ihr Verbreitungsgebiet geschlossen oder fragmentiert ist. Über Populationsgrößen gibt es keine Informationen, daher auch die Einstufung „ungenügende Datengrundlage” durch die IUCN (2008). Zu den Gefahren für den Burmeister-Schweinswal zählen die Jagd und der Beifang in Fischernetzen.

Verbreitungskarte: