Breitschnabeldelfin

Peponocephala electra
Synonyme: 
  • Breitschnabeldelfin
Höchstlänge: 
  • Männchen: 2,65 m
  • Weibchen: 2,75 m
  • Geburtsgröße: 1,00 - 1,00 m
Höchstgewicht: 
  • Männchen: 275 kg
Nahrung: 
  • Kleine Fische
  • Kalmare
Weltbestand, geschätzt: 
50000
IUCN-Kategorie: 
LC
CITES-Anhänge: 
II
CMS-Anhänge: 
Nicht gelistet
Taxonomie: 

Breitschnabeldelfine leben üblicherweise weit von der Küste entfernt, jenseits des Kontinentalsockels. Näher zur Küste kommen sie nur, wenn die angrenzenden Meeresgebiete tief sind. Unser Wissensstand über diese Art ist sehr gering. Etwas häufiger sind sie um die Philippinen und Hawaii anzutreffen, sonst gibt es nur Strandungsdaten.

Morphologie: 

Breitschnabeldelfine haben einen kleinen und schlanken, torpedoförmigen Körper. Ihr Kopf ist konisch und stumpf, ohne erkennbaren Schnabel. Sie haben eine sichelförmige Rückenflosse, stark zugespitzte Brustflossen und eine breite Schwanzflosse. Manche erwachsene Männchen bilden auf der Bauchseite einen deutlichen Kiel aus. Breitschnabeldelfine sind dunkelgrau gefärbt, mit einem noch dunkleren Cape, das sich auf Höhe der Rückenflosse etwas nach unten zieht. Manchmal tragen sie einen helleren Fleck auf dem Bauch. Eine weiße Zeichnung um den Mund vermittelt den Eindruck von Lippen und dunkle Bereiche um die Augen wirken manchmal wie eine Gesichtsmaske. Breitschnabeldelfine werden oft mit Zwergschwertwalen verwechselt, haben aber stärker zugespitzte Brustflossen und einen dreieckigeren Kopf. Verwechslungen sind auch mit dem Kleinen Schwertwal möglich, der allerdings viel größer ist.

Verhalten: 

Als ausgesprochen soziale Tiere schwimmen Breitschnabeldelfine meist in dicht gedrängten Herden von 100 bis 500 Individuen, sammeln sich aber manchmal auch zu Tausenden. Von Schiffen halten sie sich vorsichtshalber fern, aber in Gebieten, wo sie nicht belästigt werden, reiten sie auch auf Bugwellen und können sich sehr ausführlich zeigen, solange man sie nicht stört. Manchmal sieht man sie mit so großem Wasserspritzen „springschwimmen”, dass ihre Merkmale kaum zu erkennen sind. Breitschnabeldelfine vergesellschaften sich oft mit anderen Arten, z.B. Kurzschnabel-, Rauhzahn-, Flecken- und Ostpazifischen Delfinen sowie Großen Tümmlern.

Verbreitung: 

Der Breitschnabeldelfin gehört zu den Arten, von denen die meisten Massenstrandungen bekannt wurden. Zuletzt kam es 2008 zu einer großen Massenstrandung auf Madagaskar, bei der über 50 Tiere in einer seichten Bucht fest saßen und starben. Die Ursache der Strandung ist unklar, wird aber mit seismischen Untersuchungen in Verbindung gebracht, die vor der Strandung in diesem Gebiet vorgenommen wurden. Breitschnabeldelfine leben in den tiefen subtropischen Gewässern aller Ozeane, meist jenseits des Kontinentalsockels. Die meisten Sichtungen gibt es rund um die Philippinen und andere tropische Inselgruppen. Die größten Gefahren für den Breitschnabeldelfin sind die Bejagung und das Ertrinken in Fischernetzen. Die IUCN listet die Art als nicht gefährdet, obwohl nur sehr wenige Bestandsschätzungen vorliegen.

Verbreitungskarte: