Bahamonde-Schnabelwal

Mesoplodon traversii
Synonyme: 
  • Bahamonde-Schnabelwal
  • Travers-Schnabelwal
Höchstlänge: 
  • Männchen: 4,50 - 5,50 m
  • Weibchen: 4,50 - 5,50 m
Höchstgewicht: 
  • unbekannt
Nahrung: 
  • Unbekannt, aber vermutlich vor allem Kalmare (wie bei anderen Schnabelwalen)
Weltbestand, geschätzt: 
Unbekannt
IUCN-Kategorie: 
DD
CITES-Anhänge: 
II
CMS-Anhänge: 
Nicht gelistet
Taxonomie: 

Generell sind die verfügbaren Informationen über Schnabelwale rar, aber der Bahamonde-Schnabelwal ist wohl die unbekannteste Walart überhaupt. Die Art wurde anhand von Skelettresten (zwei Schädeln und einem Kieferknochen) beschrieben und noch nie lebend gesehen.

Morphologie: 

Eine schädelmorphologische Untersuchung der gefundenen Überreste deutet auf eine nähere Verwandtschaft des Bahamonde-Schnabelwals mit dem Layard-Schnabelwal hin. Vermutlich handelt es sich um eine mittelgroße Schnabelwalart, deren Männchen zwei große Hauer besitzen, die etwa in der Mitte des Unterkiefers entspringen und gebogen über den Schnabel emporragen. Weitere Merkmale, z.B. in der Färbung, sind unbekannt.

Verhalten: 

Der Bahamonde-Schnabelwal wurde noch nie lebend gesehen, daher wissen wir nichts über sein Verhalten. Es ist aber nicht anzunehmen, dass es sich stark von dem anderer Mesoplodon-Arten unterscheidet.

Verbreitung: 

Die drei Belege des Bahamonde-Schnabelwals wurden in Neuseeland und Chile gefunden. Dementsprechend kann man annehmen, dass die Art nur südhemisphärisch verbreitet ist, möglicherweise nur im Südpazifik. Analog zu den anderen Schnabelwalen könnte die Art von Lärmverschmutzung und vom Klimawandel betroffen sein. Angesichts der geringen Zahl an Belegfunden liegt die Vermutung nahe, dass der Bahamonde-Schnabelwal eine seltene Art ist. Die IUCN führt ihn in der Kategorie „ungenügende Datengrundlage”.

Verbreitungskarte: