Andrew-Schnabelwal

Mesoplodon bowdoini
Synonyme: 
  • Andrew-Schnabelwal
Höchstlänge: 
  • Männchen: 4,50 m
  • Weibchen: 4,90 m
  • Geburtsgröße: 2,20 m
Höchstgewicht: 
  • Unbekannt
Nahrung: 
  • Kalmare
Weltbestand, geschätzt: 
Unbekannt
IUCN-Kategorie: 
DD
CITES-Anhänge: 
II
CMS-Anhänge: 
Nicht gelistet
Taxonomie: 

Unser Kenntnisstand über den Andrew-Schnabelwal ist sehr gering, alle Informationen stammen von nur 20 Strandungen. Durch diese geringe Zahl an Belegen wissen wir auch sehr wenig über seine Verbreitung und gar nichts über sein Verhalten. Der Andrew-Schnabelwal ist leicht mit dem Hubbs-Schnabelwal zu verwechseln. Die Ähnlichkeiten im Schädelbau sind so groß, dass der Hubbs-Schnabelwal als Unterart des Andrew-Schnabelwals gelten könnte, aber neuere morphologische und genetische Studien sprechen dafür, dass es sich um zwei getrennte Arten handelt.

Morphologie: 

Der Andrew-Schnabelwal hat einen kurzen, dicken, weißen Schnabel. Die Männchen haben im Unterkiefer ihres bogenförmigen Mauls breite, flache Zähne, die über den Schnabel hervorstehen. Bei erwachsenen Männchen können die Zähne aus dem Maul herausragen, während sie bei Weibchen und Jungtieren gar nicht durch das Zahnfleisch brechen. Seitlich auf ihrem Kopf können die Wale - besonders die Männchen - einen hellen Fleck tragen. Die Männchen sind dunkel blauschwarz, nur die sattelförmige Zeichnung zwischen Blasloch und Rückenflosse ist heller. Ihre Haut ist mit weißen Kratzern und Narben übersät, die sich vermutlich die Männchen gegenseitig zufügen, wenn sie um das Recht auf Paarung kämpfen. Die Weibchen sind an den Seiten und am Bauch gräulich-weiß, sonst schiefergrau. Die sehr kleine Rückenflosse der Andrew-Schnabelwale kann entweder zugespitzt oder gerundet sein.

Verhalten: 

Noch nie wurde ein Andrew-Schnabelwal lebend in seinem Habitat beobachtet, alle gesammelten Daten stammen von gestrandeten Tieren. Die Analysen ihres Mageninhalts zeigten, dass sie sich ebenso wie verschiedene andere Schnabelwal-Arten hauptsächlich von Tiefsee-Tintenfischen ernähren.

Verbreitung: 

Die Hälfte der gestrandeten Andrew-Schnabelwale wurden auf Neuseeland entdeckt, weitere Fundorte sind die Südküste Australiens inklusive Tasmanien sowie die Falkland-Inseln und Argentinien. Man nimmt daher an, dass diese Art die kaltgemäßigten Gewässer der Südhalbkugel bevorzugt und hier zirkumpolar vorkommt. Über Gefährdungen des Andrew-Schnabelwals gibt es keine Kenntnisse. Die Art wurde nie bejagt und auch nie als Beifang in Fischernetzen dokumentiert. Lärmverschmutzung und der Klimawandel sind mögliche Gefährdungsfaktoren für diese Art. Es gibt keine Populationsschätzungen für den Andrew-Schnabelwal, weshalb er von der IUCN in die Kategorie „ungenügende Datengrundlage” eingestuft wird.

Verbreitungskarte: